Biografie:
LUTZ BAUER:
geb. 1956 in Berlin. Treibt sich seit seinem 10. Lebensjahr auf Bühnen herum.
Erstes öffentliches Konzert am Schlagzeug mit 14 Jahren.
AUSBILDUNG
:
Musiklehrerstudium, Hauptinstrument Jazz-Schlagzeug.
Weitere Ausbildung in New York City.
PROFIL:
Chamäleon für alle musikalischen Situationen:
Jazzband; BigBand; Rockmusical; Showband; Klassik, Courorchester Berlin. (Salonorchester)
Lutz Bauer ist "reinrassiger" Berliner. Er macht seit frühester Kindheit Musik, z.B. im Kinderchor des Stern'schen Konservatoriums, später Akkordeon im Orchester, das von seinen Eltern mitbegründet wurde. Tritt in die Fußstapfen seines Vaters, der auch Schlagzeug spielte. - Studium Pädagogik, Fach Musik an der damaligen Pädagogischen Hochschule mit Hauptinstrument Schlagzeug (DrumSet) bei Heinz v. Moisy. Spielte in der Berliner Szene in allen BigBands und diversen eigenen (Jazz)-Bands. 1990 einjähriger Studienaufenthalt in New York-City, dort Schlagzeug-Unterricht bei Keith Copeland, Joe Morello u. a. Mitwirkung in der BigBand der Long Island-University in Brooklyn. Nach der Rückkehr aus Amerika Schlagzeuger beim CourOrchester Berlin (Salonmusik) und beim eigenen Trio KGB (Klassik/Jazz Crossover in der Besetzung Klavier, Cello und Schlagzeug), CD-Produktion mit den letztgenannten Ensembles.

Berufsausbildung:
Nach dem Abitur Studium der Pädagogik an der damaligen Pädagogischen Hochschule Berlin, Hauptfach Musik mit Hauptinstrument Jazz-Drums. Dort Schlagzeug-Unterricht bei Heinz von MOISY und Manfred BURZLAFF (Vibraphon). Abschluß mit Staatsexamen im Jahr 1981.
Seit 1983 ist er Schlagzeuglehrer an der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf .
In den folgenden Jahren Unterricht per Kassettenkurs bei Stanley SPECTOR, New York, einem hier unbekannten Lehrer, der aber wusste, wovon er sprach, wie mir in einer persönlichen Unterhaltung von Mel LEWIS (dem Schlagzeuger der Mel-Lewis-Thad-Jones BigBand), bestätigt wurde.
1990 einjähriger Studienaufenthalt in New York-City, dort Schlagzeug-Unterricht bei Keith COPELAND (heute Professor an der Musikhochschule KÖLN), Joe MORELLO (der das berühmte Solo in "Take Five" von Dave Brubeck trommelte) und Mike CLARK (u. a. Herbie Hancock). Bei einem Jazz-Workshop in Vermont mit den Lehrern Pete YELLIN, Saxophon, Keith COPELAND, Drums, Attila ZOLLER, Gitarre, Ron McCLURE, Bass u. a. wurde Pete Yellin auf mich aufmerksam und brachte mich in der BigBand der Long Island-University in Brooklyn unter; dort u. a. Teilnahme an BigBand-Workshops mit Randy BRECKER (Trompete) und Slide HAMPTON (Posaune).

Fortbildungen:
vielfältiger Art (u.a. Body-Percussion, Pandeiro, Home-Recording) an der Landesmusik-Akademie Berlin und in Trossingen beim GoMusic-Camp mit Udo DAHMEN, DrumSet, Body-Percussion, Wolfgang BASLER, Rudiments, Dom FAMULARO, MOELLER-Technik (die ich bei meiner Suche nach der "perfekten" Snare-Technik schon mal für mich selbst entwickelt hatte); José CORTIJO, Latin Percussion, und anderen. -

Musikalische Ausrichtung:
Musikalisch bin ich ein Chamäleon:
In der Berliner Szene trommelte ich in diversen Berliner BigBands und mit vielen kleinen Jazz-Bands. 1982/83 war ich Schlagzeuger in einer Rock-Oper mit Rockband, Schauspielern und Tänzerinnen, und dort auch Mitkomponist der komplett von der Band komponierten Musik. Ausserdem wirkte ich mit bei Studio-Projekten eines befreundeten Filmmusik-Komponisten und hatte nach wie vor Auftritte mit Tanz-und -Show-Bands. Eine Zeit lang war ich Percussionist beim Berlin Dance Orchestra, einer Show-BigBand. Nach der Rückkehr aus Amerika Schlagzeuger der "Sugar Ray Leonard Ballroom Show", einer Swing-Show mit drei Bläsern, Rhythmus-Gruppe und einer Sängerin und einem Sänger, beim CourOrchester Berlin (Salonmusik in sog. "Wiener Besetzung" mit Streichern), meinem eigenen Trio KGB (Klassik, Jazz Crossover) in der ungewöhnlichen Besetzung Klavier, Cello und Schlagzeug, Die beiden letztgenannten Ensembles spielen komplett unverstärkt, eine Herausforderung für den Trommler in Sachen "Laut"stärke! Ausserdem bin ich noch Pauker und Schlagwerker im Neuen Kammerorchester Wedding, einem mittelgrossen Sinfonie-Orchester der Musikschule Berlin-Mitte.Von den drei letztgenannten Ensembles ist eine CD erhältlich.

Meine Stärken:
Da ich in meiner Jugend keinen formalen Schlagzeug-Unterricht hatte, mußte ich mir bis auf die wenigen von meinem Vater abgeschauten Grundrhythmen praktisch alles selbst beibringen. Angetrieben wurde ich von meiner eigenen Begeisterung für BigBand-Jazz (Buddy Rich) und lateinamerikanischer Musik (das, was heute als Salsa bezeichnet wird), meiner eigenen Band und den vielfältigen Impulsen und Herausforderungen aus dem Akkordeonorchester, das einen enorm breites musikalisches Spektrum hatte, von Oper über leichte Klassik bis hin zum aktuellen Pop-Hit. Daher kann ich auf ein riesiges Reservoir von musikalischen Einflüssen zurückgreifen, sozusagen von Bach bis Beatles, was man auch an meiner Biographie sehen kann. Immer nur eine Musiksorte zu machen ist mir einfach zu eintönig.
Im UNTERRICHT kenne ich durch die "Sucharbeit" eine Menge Tricks und Kniffe, um technische Probleme zu knacken. Dass ich hier auf dem richtigen Weg war und bin, wurde mir zu meiner Freude dann in New York von Joe MORELLO und später nochmal von Dom FAMULARO (siehe Fortbildung) bestätigt. Daher ist meine Spezialität die Snare-Drum und ihre vielen technischen Möglichkeiten von ganz leise bis ganz laut; aber auch die Bassdrum-Technik kommt nicht zu kurz. Wer Probleme hat mit seiner Bewegungsökonomie (und damit z.B. mit seinem Timing), ist bei mir an der richtigen Adresse. Durch meinen Unterrichtsstil, der mehr auf technische Abläufe und nicht so sehr auf eine bestimmte Musikrichtung ausgerichtet ist, kann ich auf eine Vielzahl von verschiedenen Schlagzeuger-Typen eingehen, aber auch viele verschiedene musikalische Einflüsse mit einbeziehen. Dass durch mein Musiklehrerstudium der Unterricht systematisch aufgebaut ist, ist selbstverständlich. Bei mir gibt es keine wahllos und zufällig aneinander gereihten "Licks und Tricks", die keine solide Basis für ein fundiertes Schlagzeugspiel sind.